Mineralien vom Waldviertel
Das Waldviertel Kristallviertel

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Mineralien und Sammlungen aus Österreich

 

Das Waldviertel Kristallviertel und seine Mineralien
Den farbenprächtigen Mineralien verdankt das Waldviertel die Bezeichnung "Kristallviertel".Das Waldviertel ist der Rest eines ehemaligen Hochgebirges. Durch die Erosion vieler Jahrmillionen liegt heute das Innere dieses Gebirges im Waldviertel an der Oberfläche. Besonders häufig treten Adern mit Quarzen (Siliziumoxyd) in verschiedenen Farbvariationen auf, wie klarer Bergkristall, trüber Milchquarz, bräunlicher Rauchquarz oder violetter Amethyst. Kulturgeschichtlich sind die Waldviertler Quarze von großer Bedeutung, da sie seit Jahrhunderten den wichtigsten Rohstoff für die regionale Glasindstrie darstellen. Der Amethyst In den Kristallklüften von Maissau finden wir verschieden gefärbte Quarze. Die violette bis blaue Farbe des Quarzes wird durch Störungen (Verunreinigungen) im Bergkristallgitter erzeugt. Diese Farbvariante wird als Amethyst bezeichnet. Beim Maissauer Vorkommen mit seiner typischen Farbbänderung (weißer Quarz, brauner Rauchquarz und violetter Amethyst) sind die Kristalle miteinander verwachsen, nur die Spitzen der Kristalle sind als Kristallkappen ausgebildet.

Das Tor des Waldviertels sind die Orte Maissau und Eggenburg

Der Maissauer Amethyst gehört zur Sonderform der `Bänderamethyste`. Tatsache ist, daß es sich um eine weltweit recht seltene Spielart handelt, die aber erfreulicherweise ausgerechnet im Waldviertel an mehreren Stellen auftritt.
Im Abklingen der Variszischen Gebirgsbildungsphase vor rund 280 Mio Jahren kam es hier durch Drucknachlass in der Tiefe zum Aufreißen von Spalten, an deren Wänden sich später aus der allgegenwärtigen Kieselsäure Schichten von Quarzkristallen absetzten. Fremdionen in der Quarzsubstanz führten schließlich, angeregt durch radioaktive Strahlung aus dem Nebengestein, zu unterschiedlicher Färbung dieser Schichten.
Solche zonierten Quarzgänge gibt es in der südlichen Böhmischen Masse hunderte, doch nicht jeder von ihnen führt auch Amethyst. Dazu braucht es die richtige Mischung an `Spurenelementen`. Für Violettfärbung zuständig sind dabei Kalium, Aluminium, Lithium und Eisen. Jüngste Untersuchungen am Maissauer Amethyst bestätigen diese bereits lange bekannte Tatsache.
Der historisch bedeutendste Amethystquarz-Gang im Waldviertel ist aber jener von EGGENBURG. Er lieferte schon vor etwa 300 Jahren schönes Material, das zu Schmuck und Tabaksdosen verarbeitet wurde. Seine Wertschätzung ist dadurch zu erklären, daß Amethyst im Mittelalter als wertvollster Stein überhaupt galt. Eindrucksvolle Exponate verarbeiteten Eggenburger Amethysts befinden sich im naturhistorischen Museum Wien. Der Gang, aus dem sie stammen, hat etwa diesselbe Streichrichtung (Ost-West) wie sein `Kollege` in Maissau und steht (ebenso wie dieser) senkrecht im umgebenden Granit. Charakteristisch ist sein fliederfarbener Stich, der ihn für Experten vom Maissauer Amethyst unterscheidbar macht. `Edle` (durchscheinende) partien sind aber weit seltener als dort und Kristalle gehören zu den Raritäten. Dazu gesellt sich ein gravierender Nachteil: Er verläuft unter einer Siedlung und dem angrenzenden Friedhof. Stücke kommen daher heute nur selten ans Tageslicht. Lediglich einmal, im Jahr 1993, konnte das Krahuletz-museum anlässlich einer Grabung vorübergehend ein kurzes Stück des weiteren Gangverlaufes freilegen. Eine `getarnte` Fortsetzung unter Sedimentbedeckung wie in Maissau scheint durchaus möglich. Den in jüngster Zeit im Raum Eggenburg durchgeführten Kartierungsarbeiten verdanken wir die Kenntnis einiger neuerer Vorkommen wie etwa im Bereich Lettenfeld oder am Nordfuß des Kalvarienberges als exakte Verlängerung des bekannten Vorkommens von Grafenberg. Auf einem Acker westlich von Grafenberg lassen sich auch heute noch gelegentlich brekziöse Amethystquarz-Stücke finden.

Amethyste aus Maissau und besonders Amethyst Kristalle gelten als sehr selten:
 

 

Rauchquarz Wolfsbach
EUR 25.-
EUR 25.-
EUR 25.-
EUR 25.-

 

Bergkristalle Heidenreichstein EUR 25.-
EUR 25.-
EUR 25.-
EUR 25.-

 

Bergkristall Heidenreichstein EUR 29.-
EUR 29.-
EUR 29.-
EUR 29.-

 

Milchquarz von Felling
EUR 25.-
EUR 25.-
EUR 25.-
EUR 25.-
Schriftgranit mit Rauchquarz und Feldspat Anschliff von der Zwettler Leiten bei Felling im Waldviertel zu verkaufen:

 

Dobersberg Waldkirchen
Die Felder rechts der Strasse zwischen Dobersberg und Waldkirchen sind Fundgebiet der Dobersberger Dendritenopale. Am fündigsten ist man nach dem Winter bevor die Felder bestellt werden sowie nach starken Regenfällen. Die Erlaubnis der Bauern vorrausgesetzt gibt es auch heute noch interessante Fundmöglichkeiten. Sprunglose Chalcedon und Opalstücke mit schön gezeichneten Dendritenbildungen wenn auch selten zu finden heuzutage, stellen ein ausgezeichnetes Rohmaterial für Schleifzwecke dar und zB.Cabochons aus dem Dobersberger Opal erweisen sich als reizvolle und nicht alltägliche Schmucksteine.
Geologie
Ultrabasitkörper (Olivinfelsscholle) eingebettet in Gföhler Gneisen und Amphiboliten und intensive Verwitterungsvorgänge verursachten eine Umwandlung der Peridote in serpentingesteine und führten zur Bildung von chalcedon-und opaldurchtränkten Lagen.

 

Grosse Dendritenopale aus Dobersberg im Waldviertel Niederösterreich, Museumsstücke, 30x25x18cm,14kg um EUR 329, 36x34x17cm,22kg um EUR 400, beide sind Fund von März 1992 und inkl. Plexiglasvitrine, zusammen um EUR 500.-
1 € 400.- Bis 10.März 2018 Aktion alle 2 inkl.Vitrinen um € 349.- !!!
2
Jaspis aus Wanzenau € 20.-

 

Steinbruch Hengl in Limberg bei Maissau
In der Ortsmitte von Maissau biegt man rechts ab nach Limberg. Mineraliensammeln an Sonn-und Feiertagen darf man im Steinbruch Hengl nur auf Genehmigung der Betriebsleitung.
 

 

Der Doppelbachgraben in Maiersch
Der Zugang zum Doppelbachgraben kann entweder vom Kamptal her oder über Maiersch (3km SO von Gars am Kamp) erfolgen.
Metamorphite des Moldanubikums wie Buchberger Gabbro-Dioritgneis-stöcke neben Paragneise und Glimmerschiefer sind dort anzutreffen. In einem Seitengraben der sich nach Norden hinaufzieht ist ein Turmalin-Pegmatit aufgeschlossen der eingewachsene bis maximal 25cm lange Nagelturmaline auch `Schörl` genannt enthält. Leider sind die jetzt anzutreffenden Turmaline meistens gebrochen oder ausgewaschen. In einem weiteren Seitengraben steht ein granatreiches Kontaktgestein am Rande des Dioritgneises an. Zahlreiche nußgrosse Granatkristalle enthält ein gneisartiges Gestein. Ein tonnenschwerer Gneisfels erhielt die Bezeichnung Warzenstein und wurde Naturdenkmal.
Ich besuchte den Doppelbachgraben im Juli 2017 das letzte mal.

 

Der bläulich-weiss schimmernde Milchopal findet sich im Hornerwald nähe St.Leonhard im sogenannten Steindlgraben:

 

Heinrichsreith Wolfsbach
Wenige Kilometer östlich von Drosendorf liegt die kleine Ortschaft Heinrichsreith. Auf einem großen Acker ungefähr 500m östlich des Ortes findet man lose Milchquarze, Bergkristalle und mit etwas Glück Rauchquarze teils lose oder auch in Pegmatit. Dieses Vorkommen liegt in der geologischen Karte veröffentlicht annähernd im Grenzbereich zwischen hybriden Gföhler Gneisen und Amphiboliten. Die günstigste Sammelzeit ist Spätherbst oder Frühjahr.
Wenig südlich von Heinrichsreith liegt die kleine Ortschaft Wolfsbach. Ungefähr 500m südlich der Ortschaft befinden sich quarzführende Felder in denen man kleine, helle Rauchquarze finden kann. Die offensichtlich aus Pegmatitgängen stammenden Kristalle sind leider oftmals gebrochen oder abgerollt. Als Rarität treten mitunter Einschlüsse von Turmalin-bzw. Rutilnadeln auf. Ohne Erlaubnis des Feldeigentümers bzw.Bauern ist dort ein suchen verboten.

Rauchquarz Felderfunde im März 2017 südlich von Wolfsbach im Waldviertel, nicht zu verkaufen!
 
Die Königsalm bei Senftenberg Gemeinde Gföhl
Wenige Kilometer nach Senftenberg von Krems kommend gabelt sich die Strasse, links Weiterfahrt nach Meisling, rechts Abzweigung nach Gföhl. In dieser Gabelung war früher das Wirtshaus `Zur Königsalm`. 400 m entlang der Strasse zurück beginnt in unmittelbarer Nähe der Ortstafel Senftenbergeramt ein bergaufführender Weg in den Brunngraben. Schon nach ca.50 m erkennt man linker Hand eine verwachsene Halde vom ehemaligen kleinen Steinbruch. Der Steinbruch wurde für kurze Zeit 1923-1924 betrieben und lieferte Feldspat für keramische Zwecke. Der gesteinsführende Pegmatit der Königsalm gehört zu den bekanntesten Mineralfundstellen Niederösterreichs. Während der Betriebszeit und Jahrzehnte später noch lieferte dieser Steinbruch eine Reihe ausgezeichneter Stufen von Rauchquarzkristallen bis 24cm und einem Gewicht von 8,15 kp.von denen einige im Naturhistorischen Museum in Wien ausgestellt sind. Weiters wurden dort Mikroklinkristalle, Albitxx, Muskovit,haselnußgroße Granate var.Almandin-Spessartin, bleistiftstarke eingewachsene Apatitkristalle und als Seltenheit Columbit gefunden. Häufig und auch heute noch anzutreffen sind schwarze Turmaline `Schörl` bis 17x8cm Größe die in Hohlräumen auftreten, oftmals eingewachsene, sich nach einem Ende zu verjüngende `Nagelturmaline`. An einer Stelle am rechten oberen Steinbruchteil fanden sich früher von Biotitlagen getrennte Quarz-Feldspat-Zwickel, sowie 1cm große Xenotimxx,flächenreiche deutlich rotbraungefarbene Monazite und selten weißgraue bis braune Zirkon Nadeln und schlußendlich nadelige Zoisite und Ilmenite. Auch Schriftgranit und Rosenquarz wurden dort schon gefunden.
Wurden in den frühen 1970er Jahren noch durch ausdauernde Klopfarbeit einige Hohlräume mit Rauchquarzen freigelegt sind heute praktisch keine Chancen mehr gegeben zudem der Steinbruch in einem Quellschutzgebiet liegt, in Privatbesitz ist und praktisch der gesamte Steinbruch meterhoch zugeschüttet wurde.
Ich darf wieder darauf hinweisen daß man vor Betreten des Quellschutzgebietes um Erlaubnis beim Besitzer anfragen muß.

Schörl in Quarz, Altfund 1985 von Senftenberg Bezirk Krems um € 49.- zu verkaufen

 

Die Dendriten Opale von Dobersberg und Waldkirchen, die Rauchquarze von Brunn bei Dobersberg
Die Opalführenden Felder in Waldkirchen Die Opalführenden Felder in Waldkirchen Die Opalführenden Felder in Waldkirchen Dendritenopal von Waldkirchen
Rötlicher Opal von Waldkirchen Rötlicher Opal von Waldkirchen Motorradausflug nach Waldkirchen Rötlicher Opal von Waldkirchen
Rauchquarz von Brunn Rauchquarz von Brunn Rauchquarz von Brunn Rauchquarz von Brunn
Rauchquarz von Brunn Rauchquarz von Brunn Der ehemalige Pongerhof bei Brunn Der ehemalige Pongerhof bei Brunn
Nähe der Rauchquarzfundstelle Nähe der Rauchquarzfundstelle Nähe der Rauchquarzfundstelle
Rauchquarz
Die Rauchquarze von Brunn bei Dobersberg im nördlichen Waldviertel zB. stammen aus Pegmatitgängen im Eisgarner Granit.
Rauchquarze aus Brunn bei Dobersberg im nördlichen Waldviertel zu verkaufen:
Zwillingsbildung bei Feldspäten
Feldspäte machen Zwillinge.  
Das bedeutet, daß zwei oder mehrere Kristalle eines Feldspates auf ganz bestimmte Weise miteinander verwachsen sind.  
Diese Zwillingsbildungen sind jeweils   typisch für Alkalifeldspat und Plagioklas .  
Das Erkennen der Zwillingsbildungen ist ein wichtiger Schlüssel zur Bestimmung der Feldspäte
 
Alkalifeldspäte bilden Zwillinge, die aus zwei Hälften bestehen. Diese Zwillinge nennt man „Karlsbader Zwillinge". Der Name stammt vom Vorkommen Karlsbad in Böhmen (heute Karlova Vary, Tschechien), genauer von Hory bei Karlsbad. Bewegt man einen solchen Doppelkristall, so reflektieren seine beiden Hälften in verschiedenen Positionen. Es glänzt immer nur eine Hälfte des
Zwillings. Um die andere Hälfte spiegeln zu sehen, muß man den Stein drehen.
Bei uns im Waldviertel in Werschenschlag und dem Nachbarort Rastenberg findet man auf Feldern Durchkreuzungszwillinge nach dem Karlsbader Gesetz meist in losen Einzelkristallen.

 

Werschenschlag Mineralien
Der porphyrische Charakter des Rastenberger Granodiorits ist vorallem durch die grossen,dicktafeligen,idiomorphen Kalifeldspäte (Mikroklin bzw.Mikroklinperthit) gegeben. Hier finden sich häufig Durchdringungszwillinge nach dem Karlsbader Gesetz in Einzelfällen bis zu 12cm Durchmesser. Seltener dagegen sind quaderähnliche Einzelkristalle. Die Oberfläche herausgewitterter Kristalle ist teilweise mit Biotitschüppchen bedeckt.

 

Im August 2016 besuchten wir die Fundstelle in Werschenschlag

 

Der Bergkristall
Reiner Quarz, der Bergkristall, tritt im Waldviertel in zahlreichen Spalten und Klüften auf. In Gutenbrunn zB. wird er zur Kristallglaserzeugung gewonnen.
€ 40.-
€ 40.-
€ 40.-
€ 29.-
€ 29.-
€ 29.-
   
   

 

Granat var.Almandin von Stockern bei Maria Dreieichen Bezirk Horn
In einem gneisartigen Gestein finden sich die bis zu nußgroßen, mit Glimmer durchsetzten Granatkristalle.

 

Die Achate von Langschwarza

Gebänderter Quarz `Jaspachat` von den Feldern östlich von Langschwarza Gebänderter Quarz `Jaspachat` von den Feldern östlich von Langschwarza
     

 

Die Pegmatite führen an zahlreichen Stellen im Waldviertel interessante Kristalle wie Schörl,Granat,Epidot und als absolute Rarität in Bengelbach zB. Beryllmineralien wie Aquamarin.

 

Pegmatit Aggregat mit Beryll var.Aquamarin,Epidot und Schörl Aquamarin mit Schörl in Pegmatitgestein Aquamarin mit Schörl in Pegmatitgestein Aquamarin mit Schörl in Pegmatitgestein
Aquamarin mit Schörl in Pegmatitgestein Epidot mit Schörl in Pegmatitgestein Epidot mit Schörl in Pegmatitgestein Epidot mit Schörl in Pegmatitgestein
Epidot mit Schörl in Pegmatitgestein Epidot in Pegmatitgestein Aquamarin mit Schörl in Pegmatitgestein  
Turmalin `Schörl mit 2 aufgewachsenen Granaten aus Bengelbach im Waldviertel      
     

 

 

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